Glattalphütte

Hallo Freunde!

Lange habe ich nichts mehr geschrieben, doch es geht wieder weiter mit meinen Abenteuern!

Am Freitag hiess es 4:00 Tagwacht, denn der frühe Vogel fängt den Wurm! Oder nicht? Nein Quatsch! Aber es war die einzige Verbindung, die noch ein Sparbilett hatte. Und wandern in der Morgensonne ist schliesslich einfach traumhaft!

Mit dem Zug fuhr ich von Basel über Zürich nach Linthtal (Braunwaldbahn) und von da weiter hoch bis auf den kleinen Gumen! Doch auf der Anfahrt bemerkte ich, dass ich mein Handyladekabel zu Hause liegen gelassen hatte und somit Akku sparen sollte! Aber das hielt mich nicht vom Wandern ab!

Zu Beginn ging es immer steiler werdend den Hang hoch bis auf den Bützi. Somit hatte ich den höchsten Punkt meiner Tagesetappe bereits erreicht!

Ich wanderte auf einer riesiegen Hochebene, die im ersten Teil aus hauptsächlich steinigem Untergrund bestand, erst gegen Ende wurde aus dem Gestein eine weite Wiese auf denen Pferde grasten!

Um mich herum war nur Stille, ab und zu mal ein Vogelgezwitscher oder ein mähendes Schaf, mehr nicht. Selbst Gespräche vorbeiwandernden Gruppen verstummten schon nach wenigen Metern! Es war einfach herrlich! Die Sonne bretschte auf meinen Schädel, denn auch der Sonnenhut blieb leider zuhause liegen, aber immerhin wehte ein frischer Wind. Dieser zwingte mich sogar, eine Jacke zu tragen…

Nach ein paar Stunden hiess es dann wieder kurzer aber steiler Aufstieg zum Grossbodenkreuz und von da steil hinunter zur Glattalphütte. Mein Tagesziel…

In der Hütte war ich nicht allein, auch weitere Wanderer machten es sich auf der Sonnenterasse gemütlich. Die Zeit da verbrachte ich mit plaudern, fotografieren und Postkarten malen. Nach dem Abendessen genoss man und frau noch die letzten Sonnenstunden und dann war es auch schon Zeit, um ins Bett zu hüpfen!

Am nächsten Morgen hiess es 6:00 Tagwacht, resp. ein anderes Wanderpaar aus meinem Schlag machte sich da auf die Socken und somit war auch ich wach.

Ich hatte aber noch viel Zeit, blieb folglich noch etwas liegen und begann dann, gemächlich an zusammenzupacken. Konnte dem Alpaufzug noch kurz zusehen, war dann aber froh eine andere Route gewähltzuhaben, denn wenn 700 Kühe dir auf einem Wanderweg entgegenkommen, wäre dies sicherlich keine angenehme Wanderung…

Mein Tagesziel war Muotathal mit Zwischenstopp auf dem Melchberg.

Um halb Acht ging es dann los… steil hinauf und auf der anderen Seite extrem Steil hinunter. Rund 1000 Höhenmeter bergabwärts in den ersten 2h. Zum Glück ging es nicht nur in die Beine sondern auch in die Arme, denn der Abstieg war ein alpiner Wanderweg. Sprich ein Wanderweg in sehr abschüssigem Gelände bei dem man und frau an mehrern Stellen etwas „klettern“ muss. Als Applaus für das Meistern dieses Weges führte der weiterführende Weg durch Brenneselstiele (die Blätter waren von den Schafem abgefressen). Leider bemerkte ich das Dilemma erst mitendrin…

Im Tal ging es dann der Strasse entlang talabwärts bis auf Muotathal, leider warem 80% des Weges schattenlos, so kam ich etwas ins Schwitzen!

Nach 6h kam ich in Muotathal an und konnte direkt in einen Bus in Richtung Schwyz hüpfen! Erschöpft aber zufrieden machte ich mach da auf die lange Heimfahrt nach Basel, mit im Zug waren auch 2 Wanderer, die die Nacht in der Glattalphütte verbrachten!

Und wer noch mehr hören will, am Mittwoch verschlägt es mich nach Georgien. Wo ich zusammen mit einer schweizer und georgischen Delegation von Pfadfindern auf eine 6tägige Trekkingtour gehe!

Bis bald!

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Aufstieg auf den Bützi mit Blick auf den Ortstock (Hausberg von Braunwald)
Ortstock
Blick in die Weite (auf die grösste Karstlandschaft der Schweiz!)
Karstlandschaft
Gut markierter Wanderweg

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Eine warme Suppe und Snacks als Lunch, solchen Luxus habe ich selten… 🙂
Blick auf den Pfaff
Blick vom Grossbodenkreuz auf die Glattalp
Die Glattalphütte
Sonnenaufgang zwischen dem Flätstock und dem Höch Turm
Diese Kuh begleitete mich nach einer Streicheleinheit den ganzen Weg entlang der Kuhwiese bis zum Zaun
Fotogene Kühe