Tag 11 – eine ru-ru-ru-rutschpartie…

Seit gegrüsst!

Ja meine Befürchtung wurde war. Es regnete die ganze Nacht durch und am Morgen war da der Nebel… Trotzallem frühstückte ich erstmals ausgiebig und packte dann alles in aller Ruhe zusammen. Denn heute hatte ich es überhaupt nicht eilig… Als es dann doch langsam Zeit wurde, die warme Stube zu verlassen, war der Nebel leider immer noch da. Man sah nicht einmal die Benediktenwand dieekt vor dem Haus… Trotzdem musste ich wieder ins Tal runter. Ich lief also los…

Zuerst ging es wieder ein Stück den Berg hinauf und als ich oben ankam, erlebte ich ein wunderbares Spektakel. Wolken unter mir und Wolken übermir, das hatte so etwas mystisches, dass ich zuerst diese Aussicht geniessen musste. Zwar sah man nicht viel, aber es sah irgendwie cool aus. Aber dann, aber dann musste ich runter. Der Weg… extrem Steil, extrem rutschig und extrem steinig. Im Schneckentempo lief ich also diesen Weg runter und plante jeden Schritt gut voraus. Da muss ich also den Stecken hin tun, damit ich da den Fuss hinstellen kann. Ja und dies zog sich dann etwa 45min lang weiter… Trotzallem landetet ich immer wieder auf dem schlammigen Boden und musste mit ein paar kleinen Blessuren kämpfen… Endlich unten am Steilhang angekommen wählte ich den längeren Weg, aber dafür folgt dieser der Strasse. So musste ich keiner Rutschpartie mehr die Stirn bieten, sondern konnte ohne Bedenken dem Weg ins Tal folgen. Unterwegs begleitete mich aber immerwieder der Nebel, der mich irgendwie an Ronja Räubertochter und die Unterirdischen, die die Menschen mit ihren Gesängen anlockten, erinnerte, denn man hörte immer wieder komische Geräusche, die man nicht zuordnen kann…

Endlich in Arzbach angekommen, konnte ich auch gleich mein Zelt aufstellen und den Abend ausklingen lassen. Hinter mir zwei Aargauer mit ihrem Luxusschinken…

Nach dem Abendessen, ging ich zur Waschküche und steckte gleich bei der Steckdose mein Handy ein, da bei schlechtem Wetter das Solarpennel ja nicht wirklich funktioniert… ich setze mich also da hin und knüpfte ein wenig weiter an meinem Armband. Aus der langen Wartezeit wurde doch noch ein anüsanter Aufenthalt. Zuerst kam eine Frau, sie entdeckte meine Wanderschuhe und fragte ob ich auf Wanderschaft bin. Ja ich eeklärte ihr alles und dabei wusch sie ihre dreckigen Teller ab. Nach dem sie ferrig war ging sie wieder und schon kam der Nächste hinein. „Mit dem Zelt unterwegs was?“ „Ja“ „war ja auch irgendwie klar, ansonsten würde man ja nicht in der Waschküche stehen“ und das Gespräch zog sich in sie Längr. Es war sehr angenehm und fragte immer wieder warum?? Bei dieser Jahreszeit seines soch viel zu kalt, um zu zelten…! Und auch warum ich es allein unterwegs, verstand er auch gut. Er gab mir viele Tipps und fand es gut, dass ich auch mal Pausetage einlege, weil dies ja auch wichtig ist! „Schliesslich musst du ja niemandem etwas beweisen!“ Doch auch bei ihm war dann das Geschirr sauber und er wünschte mir noch viel Erdolg für die Weitereise.

Ich finde genau solche Gespräche das tolle am alleine unterwegs sein, denn wenn ich mit Jemandem unterwegs wäre, so würden wir uns sehr wahrscheinlich von der Umgebung abkapseln und solche Gespeäche würde eher weniger sattfinden. Dies sind auch die Momente die mir neue Motivation geben und mir beweisen, dass ich alles richtig gemacht habe. Einfach ein schönes Gefühl!

Und ausserdem habe ich wahrscheinlich rausgefunden was dieses Ding von „Tag 6 “ ist. Es könnt ein roter Leckstein gewesen sein, der für die Wildfütterung diente…

Nun wünsch ich allen eine gute Nacht!

Deutschland und seine Wanderwegsschilder… irgendwie ergeben diese keinen Sinn. Immer wieder muss man extra um den Pfosten heeumlaufen, un zu sehen ob man noch richtig ist…