Hallo!
Nach einer sehr speziellen Nacht (mein Zelt stand unter einer Laterne, so konnte ich nie einschätzen, ob jetzt schon Tag ist oder immer noch Nacht) stand ich etwas später auf und zwar um 8:00. Es schiffte ununterbrochen. Ich dachte mir, dass ist wieklich der perfekte Tag, um eine Pause einzulegen. Ich packte also alles in meinen Rucksack und begann das Zelt von innen abzubauen. Sprich zuerst das Innenzelt, damit dies mehrheitlich trocken bleibt. Dürchnässt trottete ich also zum Busbahnhof, ass ein Brötchen und stieg in den Bus Richtung Jungholz ein. Viele Tageswanderer waren auch in den Bus gestiegen. Ich dachte mir, warum die alle bei diesem Wetter wandern gehen wollen. Es stigen sogar immer mehr Wandergruppen in den Bus, der die Passstrasse entlang schlängelte. Als ich mein Zelt aufgestellt hatte, ging es nur wenige Sekunden und der Himmel öffnete sich. Stück für Stück verschwanden die Wolken und es wurde so warm, dass ich die kurzen Hosen montieren und mich eincremen musste. Die Sonne nutze ich, um ein paar dreckige Kleider zu waschen. Nur ich hab ja har kein Spülmittel… Glücklicherweise hat zuvor jemand sein Waschmittel in den Mülleimer geworfen und noch mehr Glück für mich, es war nämlich noch nicht ganz leer… Checkpoint! Eine Garnitur gewaschen und auf einer Schnur, die ich zwischen meinen Wanderstöcken gespannt habe, aufgehängt.
Danach bin ich etwas spazieren gegangen und habe ein paar Postkarten gemalt und geschrieben. In der Hoffnung, dass ich in Füssen eine Post finde, denn Beiefmarken habe ich ja auch noch nicht.
Und so schnell verging auch die Zeit, schon sitze ich da, es ist 20:00 und die langen 2h vor dem zu Bett gehen stehen an. Es hat extrem abgekühlt und alles wird wieder etwas feucht… Ja und die Kleider sind leider auch noch nicht ganz trocken…
nichts desto trotz geniesse ich die Umgebung und beneide ein wenig die Dauercamper hier. Denn so einen schönen Campingplatz habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Und v.a ist das Personal sehr nett! Einsehe krasser Gegensatz zu dem Camping gestern..
Auch der Wohnwagen direkt zur Grenze des Zeltplatzes behaust sehr nette Menschen. Sie interessierten sich sehr und der Mann lud mich sogar zu irgendetwas ein, dass ich auch nach dem 2ten mal fragen, immer noch nicht verstanden habe. Deshalb lehnte ich freundlich ab…
Meinen Füssen geht es auch schon viel besser und ich fühle mich bereit für die nächste Etappe.



