Ein auf und ab

Ja schon der dritte Blogeintrag heute. Schliesslich habe ich hier auf diesem Camping Wlan. Aber irgendwie wird dieser Eintrag ein Wenig anders als einfach eine Tagbeschreibung. Und auch wenn dies wahrscheinlich fast keiner liest, hilft es mir meine Gedanken zu sammeln und v.a die Zeit sinnvoll zunutzen.

Irgendwie erwartete ich die Natur hier auf dem Teistück des E4s zu geniessen. Doch da wildcampen, wie in der Schweiz hier nicht gerne gesehen wird, bin ich mit dem ganzen Stress etwas überfordert.

Das Wandern am Tag ist einfach unbeschreiblich, man geniesst die Natur in vollen Zügen. Meistens bin ich ganz alleine und schlendere verschiedene Wegtypen hinab oder hinauf. Auch wenn es sehr anstrengend sein kann, geniesse ich mit jedem Atemzug den Moment.

Aber sobald da dieser Abend kommt, merke ich, dass ich mir Fernwandern anders vorgestellt habe. Wie z.B der Olafsweg in Norwegen, wo man einfach soweit geht, bis man ein passendes Plätzchen gefunden hat und man keine Anwohnernin irgendeiner Weise stört. Denn wie auch in Schweden und Finland gilt da das Jedermannsrecht. Sprich das Land gehört allen und man kann sein Zelt fast überall aufstellen, ausser es ist in Sichtweite eines Grundstücks oder in Nationalparks.

Zwar wusste ich das Wildcampen in Deutschland und Österreich mehr oder weniger verboten ist, trotzdem dachte ich irgendwo ein tolles Plätzchen zu finden. Dies ist aber auf zeltplätzen echt schwer zu finden…

Man merkt irgendwie, dass Gesellschaft doch gut tut, auch wenn nur ein anderes Zelt 5m neben ansteht und diese mit dir fast kein Wort austauschen. Du spürst deren Anwesenheit und fühlst dich eigentlich, wie zu Hause.

Während der Wanderung trifft man ja auch immerwieder auf weitere Fernwanderer. Und in Gesprächen erfährt man, dass diese jede Nacht in einem Hotel oder sonst in einer Unterkunft schlafen. Folglich sie haben weniger Gepäck dabei. Speich kein Zelt, kein warmer Schlafsack, keine Luftmatratze, kein Kocher, keine Pfanne, kein schweres Solarpennel und kein Essen, ausser ein paar Energieriegeln.

Nun was ist es mir wert, das Zelt dabei zuhaben, um Geld zu sparen, aber schlussendlich auf hässliche Campingplätze absteigen zu müssen. Will man da nicht etwas mehr zahlen, dafür kann man mit Sicherheit nach jeder Strecke eine warme Dusche nehmen und muss dafür nicht 5min laufen und Geld zahlen. Es ist viel wert! Im Nachhinein denke ich es wär so manche Kilos wert, die man weniger schleppen muss. Doch wenn die Möglichkeit bestehen würde, jede Nacht irgendwo in der Natur zu schlafen, würde ich noch so gerne auf die Gesellschaft verzichten und jedes Kilo mit Würde schleppen.

Doch die Motivation ist etwas im Eimer. Denn man weiss eigentlich, es ging viel einfacher. Aber wenn man damit angefangen hat, dann hört man auch nicht wieder damit auf. Also wird meine Wanderung eine Mischung zwischen Herbergen und Campinplätzen.

Was kann man sagen, man lernt aus seinen Fehler.

Auch wenn das jetzt etwas klingt, als würde ich es hassen. Geniesse ich doch auf eine Art das Abenteuer und freue mich als wie mehr irgendwann Salzburg zu erreichen. Wie es dann weitee auf Graz geht, sehen wie ja dann.:)