Equipment Test

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Am Dienstagmorgen habe ich meinen Rucksack gepackt und bin ins Diemtigtal gereist, um dort eine Nacht in meinem Zelt zu verbringen. Die Idee dabei war, einmal das Equipment testen und schauen, was muss ich optimieren und was ist wichtig dabei zu haben. So stellte ich mein Zelt in einem Talkessel bei Schwenden auf und liess den Abend ausklingen. Als Wasserressource diente mir ein kleiner Bergbach, aus dem ich das Wasser filterte und somit trinken konnte. Die Nacht war sehr kalt und ich bemerkte rasch, dass ich im Gewicht des Schlafsacks vielleicht doch nicht einsparen und eher denn etwas schwereren Daunenschlafsack einpacken sollte. Damit die Nächte in Zukunft etwas weniger kalt werden.

Der Abend war sehr langweilig, denn da oben gab es nichts wirkliches zu beobachten. Nur Kuhglocken und den Bach hörte man von weiten, ansonsten war es still. Tausende Gedanken schweben einem im Kopf herum, kurz bevor man einschlafen will. Das Schlimme daran… Man kann sie mit keinem austauschen, so ist es extrem schwierig einzuschlafen.

Ich realisiere also, dass Einsamkeit am Tag sehr schön sein kann, dann kann man die Natur in vollen Zügen wahrnehmen. Doch sobald auch die Natur verstummt, ist es sehr öde, alleine einzuschlafen. Ich frage mich, ob ich mich an dieses Gefühl gewöhnen werde, wenn ich dies für 6-8 Wochen durchlebe…

Nach ein paar Stunden habe ich es trotzdem fertiggebracht einzuschlafen und am nächsten Morgen bei Sonnenaufgang aufzustehen.

Um etwa 6:30 kroch ich aus dem Schlafsack und zog meine Trekkinghose und T-shirt an, danach schnappte ich mir meine Kamera und fotografierte die Golden Hour (Kurz vor dem Sonnenaufgang leuchtet der Himmel goldig). Danach packte ich all meine 7-sachen zusammen und frühstückte.

Um ca. 8:30 füllte ich nochmals all meine Wasserflaschen und begab mich zum heutigen   Tagesziel Seebergsee. Der Aufstieg war sehr steil und schien niemals zu enden. Für etwa 2h ging es in zickzack Form den Hang hinauf, danach noch etwa 1/2 h dem Grat entlang, bis ich endlich beim Seebergsee angekommen bin. Die ganze Tour zögerte sich etwas hinaus mit ständigen Fotografiepausen und Streicheleinheiten mit Kühen. so wurden aus den 2.5 h Marschzeit etwa 3h Wegzeit.

Angekommen beim See, stellte sich nun die Frage wie weiter. Für mich war die einzige Option das Tal hinab bis auf Zweisimmen. Einerseits muss ich so nicht mehr den gleichen Weg zurück und ich kann dort direkt auf den Zug und muss nicht auf den Bus warten, der gefühlt nur alle 2h kommt.

Doch dies war vielleicht nicht die optimalste Entscheidung, denn es standen 3h purer Wanderweg bergab vor mir… Und dies war kein schön ebener Weg, sondern eine Stolperfalle nach der anderen.

Mit müden Beinen und einem schweren Rucksack wurden aus den 3h 4h. Manchmal dachte ich dieser Weg will nie enden. Fazit: Ich laufe lieber den Berg hinauf als hinab!

Als guter Abschluss wurde ich in Zweisimmen mit einem so richtig fiesen Gewitter überrascht. So war alles patschnass und ich freute mich umso mehr einfach in den Zug steigen zu können. Doch immerhin konnte ich noch schnell meine Regenjacke auf deren Wasserabweisbarkeit testen und feststellen, dass meine Trekkinghosen in kürzester Zeit von selbst trocknen.

Schlussfazit: Ein wärmerer Schlafsack wäre von Vorteil. Das Opinel (Taschenmesser) war keine gute Wahl, da es bei Regen verklemmte und schnell rostete. Der Wasserfilter war ein Lebensretter. Eine Tafelschokolade in Zukunft dabei zu haben, wäre nicht schlecht. Immer genug Zeit für den Abstieg einrechnen.

 

 

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